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Medizinische Hilfe fuer Palaestinenser<br />
Seit Oktober 2000 ist die palaestinensische Stadt Bedia nahe Nablus nicht mehr von Israel per Auto zu erreichen. Von der israelischen Regierung aufgeschuettete Strassensperren sind fuer Fahrzeuge jeglicher Art unueberwindbar geworden. In der 10.000 Einwohnerstadt mangelt es an nahezu allem. Medizinische Versorgung gab es letztmals im Maerz diesen Jahres.<br />
Die rund 500 Mitglieder zaehlende israelisch-palaestinensische Menschenrechtsorganisation Physicians for Human Rights (PHR) hat nach einem Hilferuf des palaestinensischen Roten Kreuzes im Rathaus von Bedia eine medizinische Versorgung der Bevoelkerung durchgefuehrt (Medical Day). Rund 600 Personen konnten von 11 Aerzten und etlichen Krankenschwestern nach bis zu acht Stunden Wartezeit behandelt werden. Die Mediziner mussten an diesem Tag die dreifache Menge an Menschen versorgen. Die Patienten kamen zum Teil aus bis zu 35 km Entfernung. Das Gesundheitssytem in den palaestinensichen Autonomiegebieten ist nach Angaben der PHR seit dem Beginn der "Operation Schutzschild" kollabiert. Die meisten der erkrankten Kinder leiden an Atemwegs- und Viruserkrankungen.<br />
Die PHR existieren seit der ersten Intifada 1988 und haben sich zum Ziel gesetzt, in den palaestinensischen Gebieten ohne Ansehen der Herkunft und Zugehoerigkeit medizinische Hilfe zu leisten. Fuer schwer und chronisch Erkrankte versuchen die PHR-Mitarbeiter Transporte und klinische Versorgung in israelische und us-amerikanische Hospitaeler zu ermoeglichen. Bis auf zwoelf Hauptamtliche arbeiten alle anderen Mitglieder ehrenamtlich. Die Organisation finanziert sich durch Geld- und Sachspenden. Eine Zusammenarbeit mit israelischen Gesundheitsinstitutionen wird von Regierungsseite abgelehnt.<br />
Hier: Eine Mutter mit ihrem fieberkranken Kind bei der Versorgung durch eine Krankenschwester.<br />
Bedia / Israel, 18.05.2002<br />
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